Inklusive Forschung zu digitalen Barrieren und Inklusionsbedürfnissen
Eine schweizweite Erhebung zu den digitalen Barrieren und Inklusionsbedürfnissen von Menschen mit Behinderungen zeigt deutliche Lücken auf und schafft die Grundlage für eine inklusivere Digitalpolitik in der Schweiz.
In Zusammenarbeit mit: Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB), in Zusammenarbeit mit dem Kanton St.Gallen
Bedarf: Besseres Verständnis für bisher unbeachtete Bedürfnisse und alltägliche Barrieren von Menschen mit Behinderungen im digitalen Raum, um zukünftige Inklusionsstrategien auf regionaler und nationaler Ebene gezielt zu gestalten.
Vorgehen: In Fokusgruppen mit Vertreter:innen aus sechs verschiedenen Behinderungsformen wurden konkrete Herausforderungen und Bedarfe im digitalen Alltag vertieft untersucht. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine aktuell laufende, schweizweite Validierungsumfrage zu Bereichen wie Mobilität, Bildung, Gesundheit, Finanzen und politischer Teilhabe.
Ergebnis: Die Studie zeigt, dass der digitale Raum für viele Menschen mit Behinderungen weiterhin nicht barrierefrei ist. Teilnehmende wiesen auf erlebte Barrieren in allen Lebensbereichen hin. Webseiten werden zum Beispiel häufig als überladen und komplex empfunden. Die Sprache im digitalen Raum ist zu kompliziert formuliert und Informationen zur Barrierefreiheit von physischen Orten fehlen. Die hieraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen wurden an der Fachtagung "E-Accessibility" der Allianz Digitale Inklusion Schweiz präsentiert und sollen die Basis für eine inklusivere Digitalpolitik in der Schweiz bilden.
«Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen im digitalen Raum sind weiterhin zu wenig erforscht und dokumentiert. EnableMe Insights leistet durch diesen partizipativen Ansatz einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Barrierefreiheit in der digitalen Welt.»
– Wissenschaftliche Mitarbeiterin, E-Accessibility Bund (EBGB)
